Generation im Überblick

1. Generation
Albert Schnell
geb. 1874, gest. 1955
1911-1955

2. Generation
Albert Schnell
geb. 1913, gest. 1993
1955 - 1992

3. Generation
Jörn und Joachim Schnell
geb. 1948 und 1950
Beide Gesellschafter und Geschäftsführer
seit 1978

4. Generation
Frank und Stefan Schnell
geb. 1970 und 1976
seit 1998

Liebe Besucher!

Wir freuen uns, dass Sie sich für die Geschichte der Druckerei Albert Schnell interessieren. Lassen Sie in groben Zügen über 100 Jahre Zeitgeschichte vorüberziehen. Das Wachsen eines Familienbetriebes wie der Familie Schnell, geht natürlich nicht ohne Rückschläge und Verluste vonstatten, wurde aber stets mit dem Optimismus des Gründers, dessen Motto lautete "Wo was gewesen, kommt was wieder", begegnet und so manch eine schwierige Lage überwunden. So beginnt auch die Geschichte der Buchdruckerei Albert Schnell, gegründet am 11. November 1911, mit tragischen Ereignissen.

Der Erste und Zweite Weltkrieg erschwerten das Bestehen der Druckerei deutlich. Viele Druckereien mussten das Schriftblei für die Rüstungsindustrie abgeben und auf Ihre Existenzgrundlage verzichten. So sagte bereits Georg Christoph Lichtenberg: "Mehr als das Gold hat das Blei die Welt geändert. Jedoch mehr als das Blei in der Flinte, das im Setzkasten." Doch auch Inflation und wirtschaftliche Schwierigkeiten konnten den Ausbau der Druckerei nicht stoppen und in den 20er Jahren konnten erste Schnellpressen angeschafft werden, die größere Formate und Aufträge ermöglichten. Die fortschreitende Inflation zwang das Unternehmen dazu, die Privatgeschäfte zu reduzieren und im Staatsdienst das Papiergeld in die passenden Formen zu schneiden.

Nachdem sich das Wirtschaftsleben wieder normalisierte, gelang es auch ab 1925 erste Angestellte zu engagieren. Die Räumlichkeiten in der Freiligrathstraße wurden zunehmend enger und so bot sich die Gelegenheit 1929 die Räumlichkeiten zu erweitern. Mit der erfolgreich abgeschlossenen Lehre als Buchdrucker konnte Albert jun. 1931 seinen Vater in der Druckerei unterstützen und langsam die Geschäfte übernehmen. Die darauf folgenden Jahre ließen durch die Wirtschaftskrise spürbare Einbrüche im Geschäft zu, aber konnten dem 25-jährigen Firmenjubiläum nicht entgegenstehen. Der Zweite Weltkrieg sorgte für den Verlust der wichtigsten Druckmaschine - ein Trettiegel von 1911- der im Krieg 1943 nach einem Bombenangriff verschüttet wurde. Der Trettiegel konnte, vor allem durch große Mithilfe der Ehefrauen, wieder ausgegraben und aufgearbeitet werden und sorgte so ein zweites Mal für einen Neuanfang bei der Wiedereröffnung 1948. Der Trettiegel kann bis heute im Besprechungszimmer begutachtet werden.

Es gelang daraufhin bereits Anfang der 50er Jahre weitere Expansionen, wie die Anschaffung eines Heidelberger Tiegels, durchzuführen und neue Räumlichkeiten in der Humboldstraße 77 zu beziehen. Die Firma hatte viel zu tun und der Personalbestand vergrößerte sich stetig. Der erste Heidelberger Zylinder wurde 1959 aufgestellt und ermöglichte Großaufträge und führte zu deutlichen Umsatzsteigerungen im 50. Firmenjubiläumsjahr. Ein weiterer Umzug wenige Hausnummern weiter stand somit an. Leider folgten schwere Zeiten Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre, diese konnten aber durch viel Arbeit, Fleiß und hervorragende Qualität den Weg für die zukünftige Firmengeschichte ebnen. Die Anschaffung 1971/72 von Schnellschneidemaschinen und der ersten Offsetdruckmaschine brachte die Firma auf den neusten Stand der Technik.

Mit dem Rückzug des Firmenchefs Albert jr., kam es 1978 schließlich zur Gründung der Firma Albert Schnell GmbH unter der Führung der 3.Generation der Familie Schnell durch die beiden Söhne Jörn und Joachim Schnell. So wurden schließlich in den 80er Jahren weitere Druckmaschinen angeschafft und es stehen heute neben den klassischen Druckmaschinen eine Heidelberg Speedmaster mit CPC, eine Zusammentragmaschine mit 15 Stationen und einem Lagenfalzautomat der Druckerei zur Verfügung. Gute Tradition verlangt nach Fortsetzung und dafür ist in unserem Hause bereits mit der 4. Generation gesorgt.

Albert Schnell sen. gründete am 11.11.1911 die Druckerei Albert Schnell. Bis zu seinem Tod, mit 80 Jahren, 1955, war er im Unternehmen tätig. Sohn Albert jun. in der 2. Generation war Inhaber von 1955-1978. Nach Umwandlung in eine GmbH wurden die Söhne Jörn und Joachim, die 3. Generation, Gesellschafter und Geschäftsführer. Albert Schnell jun. starb 1993 mit 80 Jahren und war bis 1992 im Unternehmen tätig. Mit Frank und Stefan Schnell, trat 1998 die 4. Generation in den Betrieb ein.